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Landflucht gleich Leerstand?

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Ballungszentren

Diversen Berichten zufolge fehlen in Deutschland aktuell bis zu 1 Million Wohnungen. Allerdings ist die Wohnungsnot sehr ungleich verteilt. Während in den großen Ballungszentren wie München, Hamburg, Berlin, Köln etc. meist mehrere Zehntauend Wohnungen fehlen, ist die Situation in manchen Landgebieten genau umgekehrt.

Es gibt Landstriche, da stehen die schönsten Häuser leer, Mietpreise von 2,50 bis 3,00 Euro pro Quadratmeter sind dort keine Seltenheit, wenn man überhaupt einen Mieter findet. Woran liegt diese ungleiche Entwicklung? Es gibt einen interessanten Bericht mit einem furchtbar bürokratischen Namen, den Raumordnungsbericht 2017. Dieser Quelle zufolge sind Großstädte und Ballungszentren in den letzten 10 Jahren um 1,4 Millionen Einwohner gewachsen.

Ein nicht unwesentlicher Teil dieses Zuwachses wird durch Einwanderer verursacht, die sich hauptsächlich in Großstädten und Ballungszentren niedergelassen haben. Hinzu kommt die innerdeutsche „Umverteilung“, die meiste und am besten bezahlte Arbeit gibt es natürlich in Gegenden mit starker Infrastruktur.

Hier sind oftmals große Konzerne angesiedelt, sowie deren Zulieferer. Dies zieht natürlich eine ganze Reihe von Dienstleistern nach sich, so dass dies ein sich selbst verstärkender Trend ist. Hinzu kommt, dass Ballungszentren in der Regel auch interessante und vielfältige Freizeit Angebote sowie eine lebendige Kulturszene haben. Und auch wenn es banal klingt, die Tatsache, dass der öffentliche Nahverkehr hier oftmals so gut ausgebaut ist, dass viele auf ein eigenes Fahrzeug verzichten können, wird bei der Entscheidung für ein neues Domizil berücksichtigt.

Viele Tausend Arbeiter und Angestellte benötigen viele Bäckereien, Metzgereien, Supermärkte, Apotheken, Ärzte usw. und so wachsen Großstädte und Ballungszentren scheinbar ungebremst. Gleichzeitig schrumpfen aber ländliche Gemeinden und Kleinstädte zum Teil rapide bis hin zur völligen Entvölkerung. 68 Landkreise haben bereits weniger als 100 Einwohner pro Quadratmeter und gelten damit als dünn besiedelt.

Was in Kanada oder Alaska vielleicht gewünscht ist, stellt die Einwohner solcher Gegenden in Deutschland allerdings vor große Herausforderungen. Insbesondere gilt dies für ältere Personen oder nicht mobile Personen. Lt. dem oben bereits angeführten Bericht zieht es vor allem junge Menschen in die Stadt, während der Altersdurchschnitt in den ländlichen Gebieten deutlich ansteigt.

Hier stellen sich dann plötzlich Probleme, an die man vor 20 oder 30 Jahren nicht im Traum gedacht hat. Wie weit ist der nächste Arzt? Gibt es einen Supermarkt am Ort? Gar nicht zu reden von abwechslungsreichen Restaurantbesuchen oder interessanten Theater Abenden.

Doch was hat das alles mit dem Thema Immobilien und dem Immobilienmarkt zu tun? Sie wissen ja: Eine gute Immobilie zeichnet sich vor allem durch eine gute Lage aus. Was bedeutet das genau? Was ist eine gute Lage für eine Immobilie? Diese Frage ist entscheidend für den Preis aber noch mehr für die Wertentwicklung einer Immobilie.

Wie bereits genannt ist allgemein die Infrastruktur ein wesentliches Kriterium, ebenso wie die Verkehrsanbindung. Gibt es eine Schule und / oder Kita in der Nähe? Wie sieht die Lebensmittel Versorgung aus? Wo im Ort steht die Immobilie? Gibt es eine besondere Aussicht? Liegt die Immobilie an einem See oder einem Fluss? Handelt es sich bei der Region um eine Urlaubsregion? Ist es ein besonders begehrtes oder aufstrebendes Stadtviertel? Das sind nur einige der Fragen, die darüber entscheiden, wie gut die Lage der gewünschten Immobilie ist und damit auch der aktuelle und möglicherweise künftige Preis.

Für Investoren und Immobilienkäufer stellt sich also die Frage: Wie wird sich die Region in der Zukunft in den nächsten 10-25 Jahren entwickeln. Wird es steigende Nachfrage nach Wohnungen und Häusern geben? Nur dann ist eine Wertsteigerung zu erwarten und wird es Käufer geben, für den Fall, dass ein Immobilienverkauf notwendig wird. Es lohnt sich, diese Frage etwas genauer zu untersuchen, also quasi Marktforschung zu betreiben. Immerhin kann eine falsche Entscheidung Auswirkungen im sechsstelligen Bereich haben.

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Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)